
Der Freischütz
Der Dreißigjährige Krieg ist vorbei – ein Land in Trümmern, traumatisierte Menschen und rohe Sprache.
Die Geschichte des Freischütz spielt kurz nach Ende des Dreißigjährigen Krieges. Das Land ist verheert, Soldaten ziehen obdachlos durchs Land, die Menschen sind traumatisiert. Die Sprache ist roh und ordinär geworden.
Wieviel Hoffnung, wieviel Aufbruch liegt in der Luft?
Entstanden ist der Freischütz im frühen 19. Jhdt. und wurde am 18. Juni 1821 mit beispiellosem Erfolg zur Eröffnung des neuerbauten Schauspielhauses in Berlin uraufgeführt.
Der Zeitgeist in Literatur und Theater verlangte Naturschilderungen, gerne auch kombiniert mit dem Übernatürlichen. Die Geschichte des Freischütz ist dem damals populären "Gespensterbuch" entnommen, das Libretto stammt von Friedrich Kind.
Heute gehen wir Menschen, im Jahr 2023 lebend, in die Oper. Die einen spielen und singen, die anderen hören und sehen ein Werk, das vor über 200 Jahren entstand und das eine Geschichte erzählt, die weitere 170 Jahre zurückliegt. Jede*r von uns , ob auf der Bühne oder im Publikum, ist diesen seltsamen Zeit-Schichtungen ausgesetzt.
"Schützen schießen. Das erfordert Können, Übung und zunehmende Erfahrung." aus Mathias Enard, Der perfekte Schuss
Ein Soldat, Scharfschütze und Sniper, erzählt:
"Das Wichtigste ist der Atem. Das ruhige und langsame Ein- und Ausatmen, die Geduld des Atmens. Zuerst muss man auf seinen Körper hören, auf seinen Herzschlag, Arm und Hand ruhig halten. Das Gewehr muss zu einem Teil des eigenen Körpers werden, seine Verlängerung."
Besetzung
Fürst Ottokar/Kilian | Jacob Fauser |
Kuno | Hermann Locher |
Agathe | Isabell Marquardt |
Ännchen | Nina van Ryn |
Kaspar | Vincent Gühlow |
Max | Gerd Jaburek |
Samiel | Julian Jonas Stumpp |
Brautjungfern | Sabine Wuermeling, Alexandra Bröggelhoff, Helena Müller, Kristina Neff, Sophie Abele, Jasmin Daniker, Christina Schmitt, Renate Pörnbacher, Kirsten Meyer |
Orchester
Oboe | Niko Matchavariani |
Klarinette | Thorsten Bock |
| Ferdinand Gleixner |
| Magdalena Neuser |
Schlagzeug | Jens Hilke |
Violoncello | J. Menzinsky |
Kontrabass | Clemens Seifert |
Klavier | Joakim Lari |
Chor der Oper am See e.V.
Sopran | Sabine Wuermeling, Helena Müller, Kristina Neff, Sophie Abele, Jasmin Daniker, Christina Schellhorn, Renate Pörnbacher |
Alt | Alexandra Bröggelhoff, Kirsten Meyer, Tanja Abele, Gislinde Eckert, Renate Steckenreiter, Annette Bauer, Claudia Gabele, Sabine Mayer-Patzel, Manuela Klammer, Helen Schwarz, Wiebke Jekat |
Tenor | Karl-Heinz Marquardt, Gerhard Rimmele, Paul Seeger, Andreas Treichel, Tilman Landwehr, Bernhard Bauer |
Bass | Markus Wuermeling, Miguel Angelo da Silva Martins, Christian Höppner, Wulf Niepold, Peter Sander, Franz Knittel, Detlef Meyer, Erich Zinsmeister |
Technik
Mathis, Minne, Lorenzo, Georg, Tamina, Iris
Regie
Ruben Michael
Jahr der Produktion
2023
Musikalische Leitung
Vincent Andreas
Bilder der Produktion

















